Glättewarnung
Schneeregen und Frost erhöhen das Unfallrisiko morgen
Für die StädteRegion Aachen deutet sich am morgigen Freitag, 9. Januar 2026, eine deutlich anspruchsvollere Wetterlage an. Mehrere Vorhersagen rechnen mit Niederschlag, der im Tagesverlauf teils als Regen und später als Schnee oder Schneeregen fallen kann. In Kombination mit sinkenden Temperaturen wächst das Risiko, dass Nässe auf Straßen und Gehwegen gefriert und es vor allem am Abend sowie in der Nacht glatt wird.
Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht für die StädteRegion Aachen amtliche Warnhinweise, die in solchen Lagen besonders ernst zu nehmen sind. Entscheidend ist dabei weniger „viel Schnee auf einmal“, sondern die Mischung aus feuchter Fahrbahn, Wind, fallenden Temperaturen und möglichem Überfrieren. Genau diese Kombination sorgt erfahrungsgemäß für plötzlich glatte Abschnitte, selbst wenn es auf den ersten Blick „nur nass“ wirkt.
Konkret zeigen die aktuellen Vorhersagen für Aachen morgen wiederkehrenden Niederschlag, kräftige Böen und Temperaturen, die sich tagsüber im einstelligen Bereich bewegen, später aber in Richtung Frost abkippen können. Damit steigt die Gefahr von Glätte besonders dort, wo Wasser stehen bleibt, wo Brücken und Kuppen schneller auskühlen oder wo Räum- und Streudienste nicht sofort jeden Abschnitt erreichen. (wetter.com)
„Wenn Sie morgen nicht unbedingt auf das Auto angewiesen sind, lassen Sie dieses aus Sicherheitsgründen besser stehen“, sagt Michael Günter, Vorsitzender der Verkehrswacht Aachen. Die Empfehlung richtet sich vor allem an alle, die keine zwingenden Wege haben oder Fahrten zeitlich verschieben können. Denn bei Schnee, Schneeregen und Glätte entstehen viele kritische Situationen nicht durch „zu schnelles Fahren“, sondern durch unterschätzte Bremswege, kurze Unaufmerksamkeiten und überraschend rutschige Stellen.
Wer dennoch fahren muss, sollte sein Auto konsequent winterverkehrssicher machen, bevor es losgeht. Dazu gehört zuerst die Bereifung: Winterreifen mit ausreichender Profiltiefe sind bei winterlichen Straßenverhältnissen ein wesentlicher Faktor für Traktion und Bremsweg. Ebenso wichtig sind klare Sicht und funktionierende Technik. Prüfen Sie Wischblätter und Scheibenwaschanlage mit Frostschutz, kontrollieren Sie Licht und Blinker und achten Sie darauf, dass die Batterie bei Kälte zuverlässig startet. Auch das Enteisen der Türdichtungen und ein kurzer Blick auf Kühlmittel-Frostschutz können helfen, Ärger und Pannen zu vermeiden, wenn die Temperaturen in den Minusbereich rutschen.
Ganz zentral ist die Sicht: Scheiben müssen vor jeder Fahrt komplett frei sein. Das bedeutet nicht nur ein kleines Guckloch, sondern Frontscheibe, Seitenscheiben, Spiegel und nach Möglichkeit auch die Heckscheibe. Schnee auf dem Dach und der Motorhaube sollte ebenfalls entfernt werden, weil er beim Bremsen nach vorne rutschen und die Sicht schlagartig blockieren kann oder während der Fahrt als Eisschicht auf nachfolgende Fahrzeuge weht. Wer hier gründlich ist, reduziert das Risiko im Straßenverkehr spürbar – gerade an Tagen, an denen die Bedingungen schnell wechseln.
Mindestens genauso wichtig wie die Fahrzeugvorbereitung ist die Fahrweise. Bei Glätte gilt: Tempo runter, Abstand deutlich vergrößern und alle Manöver weich ausführen. Beschleunigen, bremsen und lenken sollten möglichst sanft passieren, damit die Reifen nicht plötzlich die Haftung verlieren. Rechnen Sie mit längeren Bremswegen, vermeiden Sie hektische Spurwechsel und planen Sie mehr Zeit ein. Auf Brücken, in schattigen Bereichen, auf Nebenstraßen sowie in Höhenlagen der Region kann es früher glatt sein als in der Innenstadt.
Auch Fußwege, Radwege und Zebrastreifen können zur Rutschfalle werden, wenn Regen in Schneeregen übergeht und anschließend überfriert. Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte ebenfalls vorsichtig gehen, rutschfeste Schuhe tragen und besonders an Übergängen zwischen geräumten und ungeräumten Flächen aufpassen. Für Radfahrer gilt: Bei Glätte ist das Sturzrisiko hoch, viele Wege lassen sich in solchen Situationen besser verschieben oder auf sichere Alternativen verlegen.